Strukturanalyse

 

Mit dem Wirtschaftsstandort Idsteiner Land und damit den vier beteiligten Kommunen Hünstetten, Idstein, Niedernhausen und Waldems befasst sich eine gemeinsame 36-seitige Veröffentlichung von Juli 2011.


Das Idsteiner Land sieht sich als „Tor zur Rhein-Main-Region“ - was die Broschüre in Texten und Bildern begründet.


Broschüre „Wirtschaftsstandort Idsteiner Land“ (.pdf, 12,8 MByte!)


Hünstetten im demographischen Vergleich sehr erfolgreich


Die Hessen-Agentur hat im Oktober 2011 im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung für alle 426 hessischen Kommunen Daten und Indikatoren zum demografischen Wandel zusammengestellt und in diesem Rahmen erstmals auch flächendeckend kleinräumige Bevölkerungsvorausschätzungen bis zum Jahr 2030 vorgenommen.


Anschaulich ins Verhältnis gesetzt wurden dabei jeweils die Entwicklungen in der Kommune, im Landkreis, im Regierungsbezirk und im Land Hessen.


Bei den meisten Erhebungen und Vergleichen sieht Hünstetten richtig gut aus.


Daten zum demografischen Wandel in Hünstetten (.pdf)

Datenbank zum demografischen Wandel in allen hessischen Gemeinden


Der Rheingau-Taunus-Kreis hat im September 2011 eine "Strukturanalyse Hünstetten" veröffentlicht. Der in Teilen aktualisierte Inhalt:

Bevorzugte Wohngemeinde mit stetiger Entwicklung durch hervorragende Verkehrsanbindung

Hünstetten liegt mit zehn Ortsteilen und etwas über 10.000 Einwohnern im nord-östlichen Teil des Rheingau-Taunus- Kreises. Rund 40% der Gemarkung ist bewaldet. Die Gemeinde gehört zum Naturpark Rhein-Taunus.


Aufgrund der guten Anbindung an die nahe gelegenen Zentren der Metropolregion Rhein-Main kann sich die Gemeinde Hünstetten als prosperierender Wohn- und Wirtschaftsstandort im "Idsteiner Land" präsentieren.

Frankfurt ist weniger als 50 Kilometer entfernt, Wiesbaden und Mainz weniger als 30 Kilometer. Die Autobahnanschlüsse Idstein und Bad Cam berg/Hünstetten der Autobahn A3 „Köln-Frankfurt-Würzburg“ liegen quasi vor der Haustür. Die Verkehrsader B 417 (sog. „Hühnerstraße“), die die Landeshauptstadt Wiesbaden und Limburg verbindet, durchzieht Hünstetten in der Nord-Süd- Achse auf voller Länge. Gute Busverbindungen (Schnellbusse nach Wiesbaden und Limburg) innerhalb des Rhein-Main-
Verkehrsverbundes runden die hervorragende verkehrliche Erschließung ab.

Die Nachbarschaft zu den Mittelzentren Idstein und zur Kurstadt Bad Camberg bietet weitere Chancen und Lebensqualität. Rund 100 Vereine und Initiativen sind aktiv und bereichern so Leben und Gemeinschaft der Einwohner.


Hünstetten ist prozentual gesehen die kinderreichste Kommune im ganzen Rheingau-Taunus-Kreis. Kinderreich bedeutet in Hünstetten auch familienfreundlich. Dies umfasst unter anderem fünf Kindertageseinrichtungen und eine eigenständige Kinderkrippe sowie zwei Grundschulen und eine Integrierte Gesamtschule.


Hünstetten verfügt über einige Denkmäler und Sehenswürdigkeiten:

Die Hühnerkirche an der Bundesstraße 417 ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde. Die wechselvolle Geschichte spiegelt seit 1515 die Nutzung als Kirche, Brauerei, Poststation und aktuell als Gaststätte wider.

Die Burg in Wallrabenstein wurde 1393 unter Graf Walram IV von Nassau-Idstein erbaut.


Der Beuerbacher See mit Waldlehrpfad im Dreieck zwischen Wallrabenstein, Beuerbach und Bechtheim ist beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet. Historische Ortsbilder bieten insbesondere die Ortsteile Bechtheim und Wallrabenstein.

Starke Bevölkerungszunahme

Hünstetten hat rund 10.200 Einwohner. Die Bevölkerung stieg in den letzten Jahren wesentlich stärker als im Durchschnitt des Rheingau-Taunus-Kreises. Und auch die Prognosen für die Zukunft sehen einen Zuwachs. Ein Gutachten des Rheingau-Taunus-Kreises vom Juni 2008 prognostiziert für drei der insgesamt 17 Kommunen des Kreises einen Bevölkerungsanstieg bis 2030. Die Prognose für Hünstetten mit plus 7,5% bildet dabei den Spitzenwert.


Gewerbeflächen


Hünstetten verfügt über eine Gewerbefläche im Kleinzentrum Wallbach mit einer Größe von rund 5 ha, die voll belegt ist.


Für einen Bauboom sorgt insbesondere das direkt an der Hühnerstraße gelegene Entwicklungsgebiet
Görsroth/Kesselbach. Die exponierte Lage ermöglicht einen freien Blick über die Mittelgebirgslandschaft des Taunus bis zum Feldberg. Hier können wirklich außergewöhnliche Flächen in sensationeller Lage angeboten werden. Der Ortsteil Kesselbach dürfte mittelfristig seine ursprüngliche Einwohnerzahl von rund 800 annähernd verdoppeln. Die bereits erfolgte Verbesserung der Infrastruktur und die Gewerbeansiedlungen haben nicht nur das Erscheinungsbild von Kesselbach verändert, sondern der ganzen Gemeinde eine erstaunliche Entwicklung ermöglicht. Bereits angesiedelt haben sich hochwertige Versorgungsbetriebe wie z.B. die Firma tegut... und attraktive, gut nachgefragte Dienstleistungsbetriebe.


Auch das Unternehmen Biogrund GmbH (www.biogrund.com) bezog hier sein neues Firmengebäude. Der Hersteller von Hilfsstoffen für die Bereiche Lebensmittel, Nahrungsergänzung, Kosmetik und Pharmazie investierte am Standort Hünstetten 2,5 Millionen Euro. Er unterstützt u. a. die pharmazeutische Industrie bei der Entwicklung und Herstellung von festen Darreichungsformen wie z.B. Tabletten-Hüllen.


Die ebenfalls für Unternehmensansiedlungen gedachten Grundstücke im Ortsteil Beuerbach befinden sich an der neu errichteten Umgehungsstraße und sind leicht von der Autobahn A 3, Anschluss Bad Camberg/Hünstetten, zu erreichen. Die Gesamtgröße des Gewerbegebietes: rund 3 ha. vor.


Kommunale Strategie: das Hünstetter „3-Achsen-Modell“


Die Gemeinde Hünstetten verfolgt bei ihrer Gesamtentwicklung mit den zehn Ortsteilen ein so genanntes „3-Achsen-Modell“. Die Hühnerstraße (B417) in nord-südlicher Ausrichtung bildet dabei das verbindende Rückgrat der drei Achsen.


Die südlich gelegene Achse Oberlibbach-Kesselbach-Görsroth wird in den nächsten Jahren eindeutig den Entwicklungsschwerpunkt bilden. Die Orte liegen mit einer Entfernung von rund 20 km am nächsten zur Landeshauptstadt Wiesbaden. Zudem ist der Autobahnanschluss Idstein auf die A3 Frankfurt-Köln-Würzburg sehr nah. Hier gibt es seit Jahren eine ungebrochene Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Die drei Ortsteile kann man aktuell als "Selbstläufer" charakterisieren.


Die mittlere Achse Strinz-Trinitatis-Limbach-Wallbach ist durch diese Aspekte gekennzeichnet: Wallbach übernimmt mit der Gemeindeverwaltung, einer Kindertagesstätte, einem großen Seniorenzentrum sowie Geschäften und Angeboten der Banken die Funktionen eines Kleinzentrums. Strinz-Trinitatis war bis 2010 Förderschwerpunkt der Dorferneuerung. In diesem Rahmen konnten Verbesserungen in der öffentlichen Infrastruktur realisiert werden. Limbach bietet im Ortskern den höchsten Anteil an denkmalgeschützten Gebäuden in ganz Hünstetten. Die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm ab 2011 verspricht dort einiges an Dorfentwicklung.


Die nördliche Achse schließlich umfasst die Ortsteile Ketternschwalbach, Bechtheim, Beuerbach und Wallrabenstein. Ketternschwalbach war von 1992-2000 im hessischen Dorferneuerungsprogramm, Bechtheim die Jahre vor 1992. Beuerbach hat mit der Freigabe der Ortsumgehung im Dezember 2005 deutlich an Lebensqualität gewonnen. Die nahe Auffahrt auf die Autobahn A 3 spricht weiterhin für diesen Ortsteil. Wallrabenstein übernimmt als größter Hünstetter Ortsteil mit Kindertagesstätte, Grundschule, Gesamtschule mit Mensa und einem Edeka-Markt ebenfalls Funktionen eines Kleinzentrums für die nördliche Achse. Das Dorferneuerungsprogramm bietet seit 2011 weiteres Entwicklungspotential.

Quelle


Im Jahr 2006 hat das Wiesbadener Tagblatt in einer groß angelegten Serie die 17 Städte und Gemeinden des Rheingau-Taunus-Kreises bewertet. Wie stehen die Kommunen da, wie haben sie sich entwickelt, wie sehen die Zukunftsaussichten aus? Die Bewertung von Hünstetten:

Gemeinde mit Volldampf auf Wachstumskurs - Wiesbadener Tagblatt vom 20. Mai 2006

Weitere interessante Links:

Hünstetten gewinnt: Demografie-Prognose für den Landkreis - Wiesbadener Kurier, 17. Juni 2008